Jetzt 50% auf die Femilade aufgrund von Geschäftsaufgabe!

Fair & Nachhaltigkeit

Warum ist uns Nachhaltigkeit wichtig?

Als wir angefangen haben uns intensiv mit Schokolade zu beschäftigen, sind wir auf verschiedene Probleme gestoßen, die der Kakaoanbau und die Schokoladenproduktion mit sich bringen. Wir dachten lange Zeit Sklaven- und Kinderarbeit spielt keine Rolle mehr und ist seit Jahrhunderten abgeschafft. Das ist leider ein Irrglaube. In vielen Teilen der Welt werden Menschen nach wie vor auf vielfältige Weise ausgebeutet, der Kakaoanbau ist da keine Ausnahme. Zudem werden dabei Teile unseres Ökosystems zerstört, um den Profit zu maximieren und die Nachfrage zu stillen. Solch unökologisches Handeln prägt häufig die Anbaubedingungen unserer Lebensmittel. Grund genug, um daran etwas zu ändern. So war es für uns von Anfang an selbstverständlich, dass die Femilade auf keinen Fall Teil dieses Systems wird und sowohl unter fairen Arbeitsbedingungen als auch ökologisch angebaut und produziert wird.

 

Woher kommt unser Kakao?

Der größte Teil der weltweiten Kakaobohnen stammt aus Westafrika, insbesondere aus Ghana und der Elfenbeinküste. Leider sind dort die Probleme im Kakaoanbau auch am größten und es ist extrem schwer, wenn nicht gar unmöglich in diesen Regionen ausbeuterische Kinderarbeit oder Sklavenarbeit zu 100% auszuschließen. Aus diesem Grund beziehen wir unsere Kakaobohnen aus der Dominikanischen Republik und arbeiten mit unserem Partner Naturland zusammen.

 

Wofür steht Naturland Fair?

Naturland Fair steht für die höchsten Anforderungen und verfolgt einen gesamtheitlichen Ansatz von Fair und Bio. Unsere Kakaobohnen sind zu 100% aus fairem Handel, können bis zu den Bäuerinnen und Bauern zurückverfolgt werden und sind garantiert ohne Mengenausgleich. Mengenausgleich bedeutet, dass fair gehandelte Produkte während der Verarbeitung, Lagerung oder des Transports mit nicht fair gehandelten Produkten vermischt werden dürfen. Das bedeutet zum Beispiel, wenn ein Unternehmen sowohl Fair Trade Schokolade als auch konventionelle Schokolade im Verhältnis 50/50 anbietet, müssen zwar 50% der Kakaobohnen Fair gehandelt sein und es dürfen auch nur 50% der Waren als Fair Trade ausgegeben werden, aber die Kakaobohnen dürfen trotzdem vermischt werden. Daraus resultiert, dass in der Schokolade, die die Endkundin kauft, nicht gesagt werden kann, wie groß der Anteil der Fair Trade Schokolade tatsächlich ist. Theoretisch wäre es denkbar, dass in der Fair Trade Schokolade keine einzige fair gehandelte Kakaobohne enthalten ist, in der konventionellen Schokolade dagegen Tafeln mit 100% fair gehandeltem Kakao zu finden sind. Und genau das ist bei Naturland Fair nicht der Fall. Hier müssen alle Kakaobohnen eindeutig rückverfolgbar sein und den Bäuerinnen und Bauern zugeordnet werden können. So können wir sicher gehen, dass fair nicht nur draufsteht, sondern auch drin ist. Aber wie können wir jetzt darauf vertrauen, dass das auch wirklich so ist? Unser Partner Naturland Fair zertifiziert sowohl uns als auch alle in der Lieferkette vorkommenden Unternehmen.

Naturland ist einer der größten Öko-Verbände weltweit und als gemeinnützig anerkannt. 140.000 Bäuerinnen und Bauern in knapp 60 Ländern der Erde zeigen, dass ein ökologisches, soziales und faires Wirtschaften im Miteinander ein Erfolgsprojekt ist. Weltweit ist die Mehrzahl der Naturland Bauern in Kleinbauernkooperativen und Erzeugergemeinschaften organisiert.

Bei Naturland sind Agroforstsysteme als besonders nachhaltiges Anbausystem für Kaffee und Kakao vorgeschrieben – anders als bei EU-Bio. Agroforstsysteme sind geniale Vielkönner. In ihnen bauen Naturland Bäuerinnen und Bauern tropische Dauerkulturen wie Kaffee oder Kakao unter Schattenbäumen an. Sie schaffen damit naturnahe, wertvolle Lebensräume mit hoher biologischer Vielfalt.

Kaffee- und Kakaoanbau in Agroforstwirtschaft hat sowohl für Humusaufbau, Erosionsschutz und die Biodiversität als auch für die Bäuerinnen und Bauern vor Ort Vorteile:

  • Pflanzenkrankheiten und Schädlinge werden in Schach gehalten und die Schattenpflanzen liefern zusätzlich wertvolles Obst und Holz.
  • Die Bäume liefern viel Laub und Wurzelmasse. Diese Biomasse ist natürlicher Dünger für den Boden, baut Humus auf und schützt vor Erosion und Austrocknung. Ein solches diversifiziertes Anbausystem kann Klimaextreme besser ausgleichen.
  • Agroforstsysteme leisten einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung. Denn die Bäuerinnen und Bauern ernten nicht nur Kaffee oder Kakao für den Export. Sondern auch Obst, z. B.  Bananen oder Zitrusfrüchte, Avocados, Heilpflanzen und Brenn- und Bauholz für die Selbstversorgung oder zum Verkauf auf lokalen Märkten.

Naturland ist immer ökologisch und sozial: Mit der Öko-Kontrolle werden auch die Sozialstandards jährlich abgeprüft. 2005 war Naturland der erste Öko-Verband, der Sozialrichtlinien einführte. Die Menschen in ihrer Lebens- und Arbeitswelt gehören für uns selbstverständlich zur Nachhaltigkeit dazu. Alle Betriebe und Verarbeiter erfüllen weltweit die gleichen Standards, zu denen Menschen- und Kinderrechte, Zugang zu Gewerkschaften und Versammlungsfreiheit oder auch der Schutz von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz gehören.

 

Darüber hinaus steht Naturland Fair für die folgenden Grundsätze:

  • Verlässliche Handelsbeziehungen
  • Faire Erzeugerpreise
  • Regionaler Rohstoffbezug
  • Gemeinschaftliche Qualitätssicherung
  • Gesellschaftliches Engagement
  • Unternehmensstrategie und Transparenz

Bio ist nicht gleich bio

Neben den bereits erwähnten fairen Arbeitsbedingungen liegt auch der biologische Anbau im Fokus von Naturland. Die Anbaubedingungen sind noch strenger als die „EU-Bio“ Anforderungen. Unter anderem bedeutet das, dass keine chemischen Pestizide beim Anbau verwendet werden und 100% unserer Zutaten biologisch angebaut sind. Das hat auch Vorteile für die Landwirt*innen, da sie nicht mit giftigen Pestiziden und sonstigen chemischen Mitteln arbeiten müssen. Denn insbesondere in Ländern des globalen Südens, ist der Arbeitsschutz nicht immer mit den Schutzmaßnahmen in Deutschland zu vergleichen. Für uns geht somit Fairer Handel und Bio-Anbau immer Hand in Hand.

 

Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht

Neben der Herkunft der Kakaobohnen ist es uns auch sehr wichtig, dass die Femilade CO2 neutral produziert wird. Leider ist es heutzutage noch nicht möglich, kein CO2 während der Produktion auszustoßen. Aber es werden alle während der Produktion entstandenen Emissionen durch einen Beitrag in das Klimaschutzprojekt „Rainforest Nationalpark Gola“ in Sierra Leone kompensiert. Darüber hinaus haben wir uns auch mit dem großen Plastikmüllproblem beschäftigt und haben für uns beschlossen, dass wir gerne ein plastikfreies Produkt auf den Markt bringen möchten. Aus diesem Grund haben wir uns für eine heimkompostierbare Innenfolie entschieden. Diese hat zwar optisch viel Ähnlichkeit mit Plastik besteht jedoch aus Holzzellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft und wird deshalb auf dem Heimkompost komplett zersetzt und abgebaut.

 

Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit

Wir sind davon überzeugt, dass es unser aller Aufgabe ist, die Nachfrage zu verändern, indem wir Lebensmittel kaufen und konsumieren, die die Welt nicht schlechter, sondern vielleicht sogar ein bisschen besser machen. Da wir in einer Marktwirtschaft leben, haben wir als Konsument*innen mit jedem Kauf die Mittel die Nachfrage und dadurch den Markt zu beeinflussen.

Medienempfehlungen