Fair & Nachhaltigkeit

Als wir angefangen haben uns intensiv mit Schokolade zu beschäftigen, sind wir auf verschiedene Probleme gestoßen, die der Kakaoanbau und die Schokoladenproduktion mit sich bringen. Wir dachten lange Zeit Sklaven- und Kinderarbeit spielt keine Rolle mehr und ist seit Jahrhunderten abgeschafft. Das ist leider ein Irrglaube. In vielen Teilen der Welt werden Menschen nach wie vor auf vielfältige Weise ausgebeutet, der Kakaoanbau ist da keine Ausnahme.

Zudem werden Teile unseres Ökosystems zerstört, um den Profit zu maximieren und die Nachfrage zu stillen. Solch unökologisches Handeln prägt häufig die Anbaubedingungen unserer Lebensmittel.

Für uns war es von Anfang an selbstverständlich, dass die Femilade auf keinen Fall Teil dieses Systems wird und sowohl unter fairen Arbeitsbedingungen als auch ökologisch und unter Bio-Anbau-Bedingungen angebaut und produziert wird.

Der größte Teil der weltweiten Kakaobohnen stammt aus Westafrika, insbesondere aus Ghana und der Elfenbeinküste. Leider sind hier auch die Probleme im Kakaoanbau am größten. Es gibt hier auch gute Initiativen, um die Probleme in den Anbauregionen

anzugehen, darunter fallen unter anderem die Tony’s Open Chain, sowie fairafric. Es ist aber dennoch extrem schwer in dieser Region Kinder- und Sklavenarbeit zu 100% auszuschließen. 

Wir haben uns dennoch für einen anderen Weg entschieden und beziehen unsere Kakaobohnen aus der Dominikanischen Republik und arbeiten mit unserem Partner Naturland Fair zusammen.

Naturland Fair steht für die höchsten Anforderungen und verflogt einen gesamtheitlichen Ansatz von Fair und Bio.

Unsere Kakaobohnen sind zu 100% aus fairem Handel, können bis zur Plantage zurückverfolgt werden und sind garantiert ohne Mengenausgleich. Mengenausgleich bedeutet, dass fair gehandelte Produkte während der Verarbeitung, Lagerung oder des Transports mit nicht fair gehandelten Produkten vermischt werden dürfen. Das bedeutet zum Beispiel, wenn ein Unternehmen sowohl Fair Trade Schokolade als auch konventionelle Schokolade im Verhältnis 50/50 anbietet, müssen zwar 50% der Kakaobohnen Fair gehandelt sein und es dürfen auch nur 50% der Waren als Fair Trade ausgegeben werden, aber die Kakaobohnen dürfen trotzdem vermischt werden. Daraus resultiert, dass in der Schokolade, die die Endkundin kauft, nicht gesagt werden kann, wie groß der Anteil der Fair Trade Schokolade tatsächlich ist. Theoretisch wäre es denkbar, dass in der Fair Trade Schokolade keine einzige fair gehandelte Kakaobohne enthalten ist, in der konventionellen Schokolade dagegen Tafeln mit 100% fair gehandeltem Kakao zu finden sind. Und genau das ist bei Naturland Fair nicht der Fall, hier müssen alle Kakaobohnen eindeutig zuzuordnen und rückverfolgbar sein, sodass wir sicher sein können, dass fair nicht nur draufsteht sondern auch drinnen ist.

Aber wie können wir jetzt sicherstellen, dass das auch wirklich so ist? Unser Partner Naturland Fair zertifiziert sowohl uns, als auch alle in der Lieferkette vorkommenden Unternehmen. Dafür sind sie auf der ganzen Welt tätig und kontrollieren auch die Anbaubedingungen direkt auf den Plantagen.

Neben den bereits erwähnten fairen Arbeitsbedingungen liegt auch der biologische Anbau im Fokus. Die Anbaubedingungen sind noch strenger als die „EU-Bio Siegel“ Anforderungen. Unter anderem bedeutet das, dass keine chemischen Pestizide beim Anbau verwendet werden und 100% unserer Zutaten biologisch angebaut sind. Das hat auch Vorteile für die Landwirt*innen, da sie nicht mit giftigen Pestiziden und sonstigen chemischen Mitteln arbeiten müssen. Denn insbesondere in Ländern des globalen Südens, ist der Arbeitsschutz nicht immer mit den Schutzmaßnahmen in Deutschland zu vergleichen.

Für uns geht somit Fairer Handel und Bio-Anbau immer Hand in Hand.

Neben der Herkunft der Kakaobohnen ist es uns auch sehr wichtig, dass die Femilade CO2 neutral produziert wird. Leider ist es heutzutage noch nicht möglich, kein CO2 während der Produktion auszustoßen. Aber es werden alle während der Produktion entstandenen Emissionen durch einen Beitrag in das Klimaschutzprojekt „Rainforest Nationalpark Gola“ in Sierra Leone kompensiert. 

Darüber hinaus haben wir uns auch mit dem großen Plastikproblem beschäftigt und haben für uns beschlossen, dass wir gerne ein plastikfreies Produkt auf den Markt bringen möchten. Aus diesem Grund haben wir uns für eine heimkompostierbare Innenfolie entschieden. Diese hat zwar optisch viel Ähnlichkeit mit Plastik besteht jedoch aus Holzzellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft und wird deshalb auf dem Heimkompost komplett zersetzt und abgebaut.

Wir sind davon überzeugt, dass es unsere Aufgabe ist es, die Nachfrage zu verändern, indem wir Lebensmittel kaufen und konsumieren, die die Welt nicht schlechter, sondern vielleicht sogar ein bisschen besser machen. Da wir in einer Marktwirtschaft leben, haben wir als Konsument*innen die Mittel das zu beeinflussen!